Traumstart vor heimischem Publikum für die TSG Turnerinnen
Ein besserer Auftakt in die neue Saison hätte kaum gelingen können. Beim Heimwettkampf am 25. April 2026 in der Mey Generalbau Arena sicherte sich die erste Mannschaft der TSG Balingen Turnen den Tagessieg in der Regionalliga Süd und setzte damit direkt ein starkes Ausrufezeichen.
Die Ausgangslage vor dem Wettkampf war von Spannung geprägt. Nach dem Abstieg aus der 3. Bundesliga war unklar, wie die neue Konkurrenz einzuschätzen ist. Entsprechend groß war die Anspannung im Vorfeld. Umso beeindruckender präsentierten sich die Balinger Turnerinnen vor heimischem Publikum.
Mit Anna Maria Netzer, Florine Wörz, Sonja Lubitz, Cosima Lork, Katharina Bisinger, Antonia Maurer, Leonie Stemmer, Lilly Wolf und Kristina Tortora ging die TSG in den Wettkampf und zeigte von Beginn an eine geschlossene Mannschaftsleistung.
Am Sprung gelang ein solider Einstieg. Trotz eines Sturzes, der durch die Streichwertung nicht ins Gewicht fiel, überzeugten die Turnerinnen mit stabilen Leistungen. Cosima Lork und Katharina Bisinger zeigten sichere Sprünge, während Florine Wörz und Sonja Lubitz ihre Tsukaharas souverän in den Stand turnten. Mit 45,60 Punkten hielt die TSG Anschluss an die Spitzengruppe. Trainer Oliver Merz ordnete ein: „Die Anspannung war nach dem ersten Gerät noch spürbar. Wir wussten zunächst nicht, wo wir stehen.“
Am Stufenbarren folgte ein erster emotionaler Höhepunkt. Noch im Training hatte es Unsicherheiten gegeben, im Wettkampf präsentierte sich das Team jedoch deutlich stabiler. „Wir wussten nicht genau, wie es laufen wird, aber die Mädels haben uns positiv überrascht“, sagte Trainerin Jessica Bader.
Für besondere Aufmerksamkeit sorgte Leonie Stemmer, die nach rund zehn Jahren ihr Comeback feierte. Mit einer starken Übung und großem Applaus wurde ihr Auftritt belohnt. „Das Teamgefühl ist etwas ganz Besonderes. Es macht großen Spaß, wieder dabei zu sein“, erklärte sie.
Auch Katharina Bisinger überzeugte mit 8,40 Punkten, während Anna Maria Netzer mit neuen Elementen 8,80 Punkte beisteuerte. Den Höhepunkt setzte Sonja Lubitz, die ihre anspruchsvolle Übung präzise durchturnte und mit 9,65 Punkten den Topwert am Barren erzielte. Insgesamt erturnte sich die TSG mit 35,20 Punkten eines der besten Geräteergebnisse des Tages. „In diesem Moment haben wir gespürt, dass wir absolut mithalten können“, so Katja Bisinger.
Am Schwebebalken bewiesen die Balingerinnen anschließend Nervenstärke. Lilly Wolf und Cosima Lork unterstrichen mit sicheren Übungen ihr Potenzial, auch Anna Maria Netzer blieb ohne Sturz. Antonia Maurer begeisterte mit ausdrucksstarken Sprüngen und wurde mit 11,20 Punkten belohnt.
Für den Höhepunkt sorgte erneut Sonja Lubitz. Mit einer nahezu perfekten Übung und 11,90 Punkten stellte sie eine persönliche Bestleistung auf und führte die Mannschaft zu einem historischen Ergebnis. Mit 44,35 Punkten erzielte die TSG das beste Balkenergebnis ihrer Vereinsgeschichte. Kampfrichterin Denise Meboldt zeigte sich beeindruckt: „Was die Turnerinnen hier gezeigt haben, war Gänsehaut pur.“
Mit Rückenwind ging es an das letzte Gerät. Mannschaftskapitänin Florine Wörz brachte die Stimmung auf den Punkt: „Auf den Boden konnten wir uns richtig freuen.“
Anna Maria Netzer zeigte als eine der wenigen Turnerinnen des Wettkampfs einen Doppelsalto und unterstrich damit ihr großes Potenzial. Auch wenn die Landung noch nicht optimal gelang, bleibt dieses Element ein wichtiger Entwicklungsschritt. Das Trainerteam ist zuversichtlich, dass sich die Sicherheit mit weiterer Wettkampferfahrung einstellen wird.
Die weiteren Turnerinnen präsentierten sich stabil und ausdrucksstark. Katharina Bisinger, Florine Wörz, Cosima Lork und Sonja Lubitz sorgten gemeinsam für ein solides Mannschaftsergebnis und hielten die Konkurrenz auf Distanz.
Am Ende stand ein verdienter Erfolg. Mit zwei Punkten Vorsprung sicherte sich die TSG Balingen den Tagessieg und ließ die Konkurrenz hinter sich.
Gekrönt wurde der Wettkampf von Sonja Lubitz, die mit einem herausragenden Vierkampf zur besten Turnerin des Tages avancierte.
Die Freude im Team war entsprechend groß. „Wir sind hin und weg. Die Saison vor heimischem Publikum mit einem Sieg zu beginnen, übertrifft unsere Erwartungen“, fasste das Trainerteam zusammen. „Die Turnerinnen haben mit großem Trainingsfleiß, Disziplin und starkem Teamgeist ein außergewöhnliches Ergebnis erreicht. Dass Sonja zusätzlich als beste Vierkämpferin hervorgeht, macht diesen Tag perfekt.“
Vor begeistertem Publikum wurde der Heimwettkampf damit nicht nur sportlich zum vollen Erfolg, sondern auch zu einem emotionalen Auftakt, der große Vorfreude auf die kommenden Aufgaben in der Regionalliga macht.