TSG Balingen I überzeugt mit geschlossener Mannschaftsleistung
Nach dem überraschenden Auftaktsieg vor heimischer Kulisse reiste die erste Mannschaft der TSG Balingen Turnen als Tabellenführer zum zweiten Wettkampftag der Regionalliga Süd nach Waging am See. In einem äußerst ausgeglichenen Teilnehmerfeld zeigte das Team erneut eine starke Leistung und belegte am Ende einen zufriedenstellenden vierten Platz. In der Tabelle rangieren die Balingerinnen ebenfalls auf Platz vier, der Rückstand auf Rang drei beträgt jedoch lediglich 0,05 Punkte.
Da die TSG als Tabellenführer in den Wettkampf startete, durfte sie in olympischer Reihenfolge turnen. Los ging es am Sprung, wo die Mannschaft mit vier Tsukaharas und einem Halb Halb Sprung überzeugte. Florine Wörz (11,65), Anna Maria Netzer (11,85) und Sonja Lubitz (11,90) standen ihre Sprünge sicher in den Stand. Besonders erfreulich verlief das Regionalliga Debüt von Kristina Tortora. Sie zeigte ebenfalls einen sauberen Tsukahara und wurde mit starken 11,85 Punkten belohnt. Mit insgesamt 47,25 Punkten erzielte die TSG das drittbeste Sprungergebnis des Tages.
Am Stufenbarren schlichen sich anschließend einige Unsicherheiten ein. Kleinere Wackler kosteten wertvolle Zehntel, dennoch präsentierten Janine Kern (7,60), Cosima Lork (7,35) und Lubitz (8,35) ihre Übungen souverän. Netzer zeigte erstmals ein neues Programm mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad und erhielt dafür starke 8,80 Punkte. Mit 32,10 Punkten blieb die Mannschaft zwar etwas unter den eigenen Erwartungen, das Trainerteam um Oliver Merz, Denise Meboldt, Katja Bisinger und Jessica Bader zeigte sich mit den Übungen jedoch zufrieden.
Am Schwebebalken bewiesen die Balingerinnen einmal mehr ihre Stärke. Gleich vier Turnerinnen kamen ohne Sturz und ohne größere Wackler durch ihre Übungen. Lilly Wolf eröffnete mit 9,50 Punkten, Lork steuerte 9,70 Punkte bei. Netzer überzeugte mit 10,25 Punkten, ehe Antonia Maurer mit 10,60 Punkten den Tagesbestwert der TSG am Balken erzielte. Mit insgesamt 40,50 Punkten fiel das Ergebnis allerdings niedriger aus als erwartet. „Am Balken sind wir punktemäßig etwas schlecht weggekommen. Wir haben keinen Sturz in der Wertung und alle Turnerinnen haben ihre Elemente sicher präsentiert. 40,50 Punkte sind daher verhältnismäßig wenig, wenn man das Ergebnis mit dem ersten Wettkampftag vergleicht“, erklärte das Trainerteam. Zum Saisonauftakt hatte die Mannschaft für vergleichbare Übungen noch über 43 Punkte erhalten.
Vor dem letzten Gerät musste das Trainerteam kurzfristig umplanen. Lork konnte aufgrund anhaltender Rückenbeschwerden ihre Bodenübung nicht zeigen. Dadurch rückte Janine Kern in die Bodenmannschaft nach, obwohl sie ursprünglich nur für Sprung und Stufenbarren vorgesehen war. Die 32 Jährige bewies ihre Klasse eindrucksvoll und sammelte mit einer starken Übung wichtige 10,35 Punkte.
„Janines Einsatz ist einfach bemerkenswert. Nach dem Ausfall von Katharina Bisinger und der anhaltenden Verletzung von Luisa Schneider hat sie keine Sekunde gezögert und für die Mannschaft das Training wieder aufgenommen. Durch ihre langjährige Erfahrung und ihr außergewöhnliches Talent konnte sie dem Team heute maßgeblich weiterhelfen“, lobte das Trainerteam.
Auch die übrigen Bodenturnerinnen überzeugten. Netzer präsentierte erstmals in der Liga ihren Doppelsalto sicher in den Stand und wurde mit 10,75 Punkten belohnt. Wörz steuerte 10,40 Punkte bei und Maurer, die erst seit kurzer Zeit wieder am Boden trainiert, erzielte mit 10,80 Punkten den Höchstwert der TSG.
Am Ende wurde die TSG Balingen auf Rang vier aufgerufen. Ein Ergebnis, mit dem die Mannschaft nach einem insgesamt souveränen Wettkampf zufrieden sein konnte. Besonders spannend gestaltet sich nun der Blick auf die Tabelle. Die Mannschaften auf den Plätzen eins bis vier liegen mit jeweils 22 Tabellenpunkten gleichauf. Eine derart ausgeglichene Tabellensituation hat es in der Deutschen Turnliga bislang noch nicht gegeben.
„Wir haben heute insgesamt souverän geturnt und vor allem eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt. Der enge Tabellenstand zeigt, dass im Herbst noch alles offen ist. Der Klassenerhalt ist nun in greifbarer Nähe, was das Hauptziel der Saison ist“, zog das Trainerteam ein positives Fazit.