TSG Balingen startet vor heimischem Publikum in die Regionalliga Saison
Am 25. April 2026 beginnt für die erste Mannschaft der TSG Balingen Turnen ein neues Kapitel: Nach fünf Jahren in der 3. Bundesliga startet das Team in der Regionalliga Süd. Der Auftakt könnte dabei kaum passender sein – mit dem Heimwettkampf in der Mey Generalbau Arena wartet direkt ein sportliches Highlight vor eigenem Publikum.
Der Schritt in die Regionalliga ist nicht allein sportlich zu bewerten, sondern auch strukturell begründet. „Unsere Turnerinnen arbeiten im Training sehr akribisch, verlieren aber viel Zeit durch den täglichen Auf und Abbau der Geräte“, erklärt Trainerin Jessica Bader. „Ohne entsprechende Trainingsmöglichkeiten lassen sich die hohen Schwierigkeiten der Bundesliga nur eingeschränkt umsetzen.“
Dennoch blickt das Trainerteam positiv nach vorne. „Wir haben eine solide Saison geturnt und können uns nichts vorwerfen“, betont Katja Bisinger mit Blick auf das vergangene Jahr. Mehrere sechste Plätze sowie die Integration junger Turnerinnen seien wichtige Entwicklungsschritte gewesen. „Auch wenn es am Ende unglücklich lief, nehmen wir viele positive Aspekte mit.“
Nach kurzer Enttäuschung habe sich die Stimmung schnell gedreht, ergänzt Oliver Merz: „Die Traurigkeit nach dem Abstieg ist einer großen Motivation gewichen. Der Teamzusammenhalt ist außergewöhnlich – wir schauen klar nach vorne.“
Personell steht die Mannschaft vor Veränderungen. Mit Lani Gruber verliert die TSG eine starke Vierkämpferin, zudem fällt Luisa Schneider verletzungsbedingt langfristig aus und auch Luise Heim steht nicht mehr zur Verfügung. „Das sind Einschnitte, die wir als Team auffangen müssen“, so Bisinger. „Aber wir sind überzeugt, dass wir gut aufgestellt sind.“
Den Kern bilden weiterhin Mannschaftskapitänin Florine Wörz sowie Anna Maria Netzer, Sonja Lubitz, Cosima Lork und Katharina Bisinger. Ergänzt wird das Team durch Kristina Tortora und Lilly Wolf, die an einzelnen Geräten eingesetzt werden können. Antonia Maurer wird studienbedingt vor allem am Schwebebalken zum Einsatz kommen. Für besondere Aufmerksamkeit sorgt zudem das Comeback von Leonie Stemmer, die nach rund zehn Jahren Pause wieder in den Ligabetrieb zurückkehrt und am Stufenbarren eingeplant ist.
Auch die Vorbereitung verlief vielversprechend. „Die Mädels haben in den letzten Wochen intensiv trainiert und sind fokussiert bei der Sache“, berichtet Merz. Zusätzliche Einheiten, unter anderem mit verbesserten Trainingsbedingungen, hätten dazu beigetragen, weiter an Ausführung und Stabilität zu arbeiten.
Die Zielsetzung für die Saison ist klar formuliert, aber realistisch eingeordnet. „Eine Platzierung im Mittelfeld wäre eine Bestätigung für unser junges Team“, sagt Bisinger. „Der Wiederaufstieg steht aktuell nicht im Fokus. Wichtig ist, dass wir als Mannschaft auftreten und uns in der Liga behaupten.“
Mit Spannung blickt das Trainerteam auf die Konkurrenz. „Es werden einige neue Teams an den Start gehen, die schwer einzuschätzen sind“, so Merz. „Der erste Wettkampf wird zeigen, wo wir stehen.“
Umso mehr rückt der Heimwettkampf in den Mittelpunkt. Bereits ab 11 Uhr starten die Begegnungen der 3. Bundesliga Süd, bevor um 15.30 Uhr die Regionalliga beginnt. Für die TSG ist es weit mehr als ein sportlicher Termin. „Ein Heimwettkampf ist immer mit enormem organisatorischem Aufwand verbunden“, erklärt Denise Meboldt. „Ohne unsere vielen Helfer und die Unterstützung unserer Sponsoren wäre das nicht möglich.“
Monatelange Planung, zahlreiche Abstimmungen und das Engagement vieler Ehrenamtlicher stecken hinter dem Event. „Wir sind eine eingespielte Mannschaft – auch hinter den Kulissen“, betont Merz. „Jetzt freuen wir uns darauf, unseren Sport in diesem Rahmen präsentieren zu können.“
Rund um den Wettkampf wird die Mey Generalbau Arena zum Treffpunkt für Turnsport und Publikum. Erstmals öffnet ab 17 Uhr auch ein VIP Pavillon, in dem geladene Sponsoren Einblicke hinter die Kulissen erhalten und den Wettkampftag in besonderer Atmosphäre ausklingen lassen können.
Für die Turnerinnen der TSG Balingen ist der Heimauftakt damit weit mehr als nur der erste Wettkampf der Saison. Es ist der Start in eine neue Phase – getragen von Teamgeist, regionaler Verbundenheit und der Vorfreude, sich vor heimischem Publikum zu präsentieren.